20.10.2026 · Rechtsvorschriften
Critical Raw Materials Act: Umsetzung der Verordnung zu kritischen Rohstoffen
Die Verordnung (EU) 2024/1252 gilt seit dem 23. Mai 2024; Kupfer und Aluminium sind darin strategische Rohstoffe. Die Kommission hat bereits 106 strategische Projekte anerkannt, davon 6 mit Beteiligung Polens, und der Änderungsvorschlag COM(2025) 946 befindet sich im Verfahren.
Die Verordnung (EU) 2024/1252 zu kritischen Rohstoffen (Critical Raw Materials Act) gilt seit dem 23. Mai 2024. Sie legt Richtwerte für 2030 fest: mindestens 10 % des jährlichen EU-Verbrauchs strategischer Rohstoffe aus Gewinnung in der EU, 40 % aus Verarbeitung und 25 % aus Recycling, wobei kein einzelnes Drittland mehr als 65 % ausmachen soll. Kupfer sowie Bauxit, Tonerde und Aluminium sind strategische und kritische Rohstoffe; Zink, Blei und Zinn stehen in keiner Liste.
- Strategische Projekte: 47 in der EU (25.03.2025), 13 außerhalb der EU (04.06.2025) und 46 in der EU (09.10.2026) – darunter die Lagerstätte Retków-Grodziszcze und der Integrated Recycling Smelter von KGHM Polska Miedź.
- Änderungsvorschlag COM(2025) 946 vom 3. Dezember 2025: Der Rat legte seinen Standpunkt am 4. März 2026 fest; im Europäischen Parlament wurde das Dossier am 9. Juli 2026 an den ITRE-Ausschuss zurückverwiesen.
- Die Durchführungsverordnung (EU) 2026/1116 nennt Abfallströme mit Rückgewinnungspotenzial für kritische Rohstoffe, u. a. Aluminium, Kupfer, ihre Legierungen und Kabel aus Bau- und Abbruchabfällen.
- Der RESourceEU-Plan kündigt Maßnahmen für Aluminiumschrott an; die Annahme der Handelsmaßnahme (Initiative 16192) plant die Kommission für das 4. Quartal 2026.
Vollständige Übersicht – Verfahren, Richtwerte 2030 und Rohstofflisten, Zeitplan der Umsetzung, Projekte mit Beteiligung Polens sowie amtliche Quellen: Positionen – Critical Raw Materials Act: Umsetzung